Jenny in Alaska

Tag 21 & 22, 13. und 14.3

Endlich konnte ich mal wieder eine Nacht durchschlafen, ohne dass die Heizung ausgefallen ist. Dafür ist dann auf einmal während ich unter der Dusche stand kein Wasser mehr gekommen, weil da was zugefroren war. Abenteuer Alaska :D Wie schon angekündigt kam dann um 3 am Mittag das Filmteam. Die haben uns erst mal gar nicht gebraucht, sondern wollten nur den Hundekennel als Kulisse. Um 7 oder so waren sie dann fertig. Wir haben dann gegessen, dann kam unser Part. Wir haben die Hunde in den Truck gepackt und sind zum Haus vom "Hauptdarsteller" gefahren (das ist auch nur ein Amateur). Bis das Filmteam dann mal gerichtet war ging es ewig, undbis sie dann die Hunde überhaupt gebruacht haben war halb 11. Ab da stand ich dann eigentlich nur noch in der Kälte herum.

Christina war anfangs nicht so begeistert davon, dass ein Wildfremder einfach mit den Hunden abziehen wollte (ist ja auch verständlich), aber da sie nur immer wieder ne kleine Runde gedreht haben war es dann okay. Um halb 2 rum war dann endlich alles im Kasten. Bis wir dann wieder zuhause waren und die Hunde versorgt waren, war auch fast halb 3. Unterwegs haben wir noch kurz angehalten, weil man von hier aus wenn man Glück hat tatsächlich die Polarlichter sieht. Viel davon hat man nicht gesehen, aber alleine der grüne Streifen am Himmel war faszienierend, vielleicht ergibt sich die Möglichkeit ja mal wieder. Ein paar Sternschnuppen hab ich dann auch gesehen.  :D

Das wäre alles ja auch gar nicht so schlimm gewesen, wenn wir nicht heute Mittag um 12 eine gute halbe Stunde von hier entfernt schon wieder die nächste Schlittenfahrt gehabt hätten. Wir wollten also spätestens um 11 hier los, davor mussten aber noch alle Hunde gefüttert und die die wir mitnehmen wollten verladen werden. Ich hab ein bisschen verschlafen, Robert hat mich dann um halb 11 geweckt, bis ich dann gerichtet wa war das meiste schon erledigt :D

Um 12 hat Christina dann die Fahrt gemacht, die neben nem kleinen Café war. Wir haben uns dann die Stunde reingesetzt und gewartet, bis sie wieder da war um ihr mit den Hunden zu helfen. Wir haben den Hunden wieder Booties angezogen, weil die strecke ziemlich vereist war. Die die ich gemacht hab haben alle ihre Booties anbehalten :D also schon was gelernt.

Nachdem wir dann im Cafè noch was gegessen hatten sind wir wieder nach Hause gefahren und haben die Hunde versorgt. Sonst ging heute eigentlich nix mehr.

Morgen stehen nochmal ein paar Schlittenfahrten auf dem Plan, wird aber vermutlich länger gehen als heute weil es gleich mehrere sind. Ab morgen soll es wieder verhältnissmäßig warm werden. Mal sehen wie lange das bisschen Schnee was noch da ist noch erhalten bleibt. Mal sehen was dann so die Woche über ansteht.

Bis dann

Jenny

 

 

15.3.15 06:19, kommentieren

Tag 19 & 20, 11. und 12.3

Gestern ist eigentlich nicht viel passiert. Am Vormittag war das Fernsehteam wieder da um sich alles nochmal anzuschauen und alles zu besprechen.

Als die weg waren, haben wir die Sachen die wir in Anchorage dabei hatten versorgt und den Hunden frisches Stroh in die Hütte gegeben. Die haben sich ganz schön gefreut.

In der Nacht von gestern auf heute ist dann meine Heizung ausgefallen. Bei -22°C war das ganz schön ärgerlich, aber Gott sei dank war schon viertel nach 6 und Christina schon wach da sie arbeiten musste, dann hat sie sich drum gekümmert (das Gas war leer).

Ärgerlich war es, dass dasselbe letzte Nacht wieder passiert ist, allerdings schon um 1 rum. War mir dann zukalt, hab mene Sachen dann gepackt und hab mich im Wohnzimmer aufs Sofa gelegt, da wars um einiges wärmer. 

Heute morgen waren wir dann mit den Hunden draussen. Anstatt wie letztes mal einen großen Schlitten zu nehmen, haben wir zwei Rennschlitten genommen, und den einen hinter den anderen gehängt. Ich stand logischerweise auf dem hinteren.  Aus de Ausfahrt raus hat Robert mir noch geholfen, dann war ich mehr oder weniger auf mich allein gestellt. Ging dann auch keine zwei Minuten bis ich das erste mal runtergefallen bin :D Es war hügelig und ich bin fast umgekippt, weil ich das mit dem Lenken, was man a nur über Gwicht mach noch nicht ganz raus hatte, da hab cih halt losgelassen (oberste Regel ist dass man das nicht macht, da die Hunde einfach weiterrennen, weil die dnken "Juhey weniger Gewicht" aber Christina stand ja noch auf dem vorderen Schlitten deshalb wars halb so wild). Nochmal ein paar Minuten später lag ich dann das nächste mal auf dem Boden. Dachte da ann nur das kann ja was weren, keine 5 Minuten draussen und mich hats schon zwei mal runtergehauen. Bin dann aber natürlich wieder aufgestanden und weitergefahren. Wir kamen dann auf einen besseren Weg, da war es dann etwas einfacher. NAch einer Weile haben Christina und ich dann die Schlitten getauscht, das heißt ich hatte den vorderen direkt hinter den Hunden. War super cool und hat auf dem ordentlichen Weg auch richtig gut geklappt. Da hab ich dann auch ein Gefühl für die Sach mit dem Lenken und der Gewichtsverlagerung bekommen. Auf dem Rückweg bin ich dann einmal abgesprungen weil ich wusste dass ich sonst wieder hinfliege (hatte da dann wieder den hinteren Schlitten weil ich sowas bfürchtet hatte), das zweite mal konnte ich mih zuerst halten und rennen, musste dann aber irgendwann loslassen weil es zu eisig war. Das Problem war, das Christina die Hunde nicht anhalten wollte, weil unterwegs einer der Leader-Hunde beschlossen hatte er hätte gern Babies mit der Hündin hinter ihm und bei jedem stehen hat er sich dann umgedreht und versucht sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Schlussendlich sind wir dann aber alle heil (und hoffentlich nicht schwanger) wieder zuhause angekommen. Das hat mich ganz schön ins Schwitzen gebracht und vermutlich werde ich morgen den Muskelkater spüren :D Aber es war warm. 

Vielleicht gehen wir nächstes mal irgendwo hin wo die Wege besser sind.

Danach haben wir dann noch Fleisch für die Hunde geholt. Dann hab ich endlich mal Fotos vom Kennel gemacht. Zu kurzen Erklärung: Die Hunde die man nur hinterm Zaun sind sind die retired dogs, also die die "in Rente" sind und nicht mehr rennen. Die die ihre eigenen Häuser haben sind fast alle noch aktiv, ein paar davon sind auch schon in Rente und ein paar sind noch jung und haben noch nicht richtig angefangen zu laufen.Die Fotos finden sich alle in der Dropbox im selben Link (im Unterordner Dogs).  Wie man auf manchen Fotos sieht hab ich ein Händchen dafür im richtigen Moment abzudrücken :D

Als das dann erledigt war, hab ich mit zwei von Roberts Gewehren ein bisschen in Wald geschossen. Er meinte wenn man in Amerika ist, muss man mal geschossen haben, wenn es schon legal ist :D (auch davon gibt es Bilder im Ordner "1".

Na ja dann war der Tag auch schon rum.

Morgen kommt dann die Filmcrew, und fängt an zu drehen das heißt wir werden damit beschäftigt sein. Und dann mal sehen was das Wochenende so bringt.

Bis bald

Jenny

 

 

13.3.15 07:00, kommentieren

Tag 16-18, 8.3-10.3

Wie schon angekündigt, gings am Sonntag dann los nach Fairbanks. Wir sind vormittags losgefahren, und waren ca. 5 Stunden unterwegs, kamen also erst abends an. Neben Robert und Christina war noch Kellyn, eine Arbeitskollegin von Christina dabei. Für die paar Tage sollten wir in der Hütte einer Bekannten von Robert wohnen, welche nur ein Plumpsklo ausserhalb vom HAus hatte, für jeden Toilettengang musste man also durch den Schnee und die Kälte stapfen.

Als wir am Sonntag Abend ankamen, ging nicht mehr viel, da wir nach der langen Fahrt alle ziemlich müde waren und am Montag relativ früh raus wollten. Als wir was essen waren, habe ich von Kellyn erfahren, dass Jägermeister hier wohl ziemlich beliebt ist .

Zwischen Willow und Fairbanks gab es Stellen, da war über kilometer lang einfach nix, keine Häuser, nur Natur. In Fairbanks war es dann um einiges kälter als ich es von Willow gewohnt war.

 Am Montag war dann der Start des Iditarod. Wir sind hingefahren allersinds war die Hölle los, also sind wir ein stück weiter den Weg entlang gefahren, wo die Schlitten alle vorbeikamen. Es war echt cool. Ich habe auch viele Fotos gemacht.

Danach sind wir zum "Nordpol" gefahren. Das ist ein Teil von Fairbanks, der als die Heimat vom Weihnachtsmann deklariert wird. Es gibt also Santas Haus und ein paar Rentiere und so.

Als nächstes waren wir bei der "pipeline", ein Rohr, dass von Nordalaska bis Südalaska verläuft und das Öl somit nach Anchorage transportiert. Fand ich jetzt nicht so spannend aber muss man dann wohl mal gesehen haben. 

Nach dem Essen waren wir dann bei den Eisskulpturen. Auch da gibt es wohl jedes JAhr eine Competition, bei der die Skulpturen bewertet werden. Es waren tils wirklich unglaubliche Sachen dabei. Allerdings hatte es da dann um die -20°C, als war ich doch auchr echt froh, als wir wieder gefahren sind.

Heute morgen hatte es dann -18°F, was wohl um die -30°C sein dürften. Es war echt krass.

In Willow angekommen, kam dann eine Filmcrew vom Fernsehen. Die wollen einen Film über irgendwelche Sachen in Alaska drehen (so ganz kapiert um was es geht hab cih nicht, es war nur mal die Rede von irgendwelchen Monstern). Wollten sich wohl nur alles kurz anschauen und kommen morgen nochmal zu ner Besprechung und am Freitag dann zum Filmdreh. Christina will sich deshalb natürlich unbedingt am Freitag freinehmen, dass sie im Film auch zu sehen ist...

Na ja mal sehen wie das hier alles so wird.

Ich habe beschlossen, hier keine Bilde mehr hochzuladen, da dass immer ewig geht und die riesig werden sodass ich sie verkeinern muss. Ich werde ab jetzt alles in ne Dropbox ziehen, und hier den Link reinstellen.

(Mama, den musst du dann einfach anklicken, dann kommst du an die Bilder ist gar nicht schwer , falls der Link nicht geht musst du ihn halt rauskopieren und im Internet neu aufmachen)

Hier also der Link: https://www.dropbox.com/sh/r6rwx7zwzwhhn8o/AACHCKjSS2Z7EmHNXZR1y1vka?dl=0

 Jetzt hab cih auch jeden Tag wieder Internet und werde mich also wieder öfter melden können bzw. wieder regelmäßig erreichbar sein

Bis bald Jenny

 

3 Kommentare 11.3.15 06:17, kommentieren

Tag 7-15, 27.2-7.3

Wie ich ja schon anekündigt hatte war ich die Woche über in Anchorage, wo ich anfangs kein, und gegen Ende selten Internet hatte. Vielleicht gibts ja dann heute ein bisschen mehr :D

Wir sind also am Freitag mit 19 Hunden plus dem Welpen und dem Wohnwagen losgefahren nach Anchorage. Dort wurde extra Schnee hingebracht, da dort das "fur Rondy" war, eine Veranstlatung die jährlich stattfindet und verschiedene Events bietet. Unser Event war also das Hundeschlittenfahren.

Am Freitag mussten wir dann erst mal alles aufbauen, da auch Souvenirs verkauft werden sollte und das unter einem Pavillon, wir waren also eine Weile beschäftigt. Viel los war am Ende, als wir mit dem Schlitten agefangen haben allerdings nicht. Die letzten JAhre war die Schlange anscheinend immer über eine stunde lang, aber wegen dem Wetter, und weil es deshalb wo anders in Anchorage (vom Zentrum ans Ende quasi) hinverlegt wurde, war fast nix los.

Das hat sich über die Woche auch fast nicht geändert. Meine Aufgabe war es, die "Lead-Dogs" zu halten. Das sind die die den Schlitten vorne ziehen. Sie kennen die Kommentare fürs laufen, links rechts und so, und sind dafür zuständig, dass die Hunde auch in einer Linie stehen bleiben.

Das war nicht so ganz das was ich mir vorgestellt hatte,als ich hier her kam.

Wir mussten jede Nacht aufstehen, um die Hunde raus zu lassen. Da sie ja nur in Boxen sind brauchen sie das um zu pinkeln und sich mal auszustrecken.

Da ich im Wohnwagen geschlafen habe, und anfangs 15 der 20 Hunde mit mir im Wohnwagen waren(natürlich in den Boxen), kam ich eh nicht zu viel Schlaf, weil jedes mal wenn sie sich bewegt haben der ganze Wohnwagen gewackelt hat, und gebellt haben sie nachts teilweise auch.

Am Mittwoch war dann der "Ikitarod". Das ist eine ehrenamtliche(?) Veranstlatung von denen hier, wo behinderte Kinder eine Runde auf dem schlitten umsonst bekommen und ein kleines Geschenk. Es war schö zu sehen wie sehr sie sich gefreut haben.

Am Freitag kamen dann die ersten Musher für den Iditarod. Das ist neben dem Yukon-Quest das größte Hundeschlittenrennen Alaskas (dann vermutlich auch der Welt(?)). Der Iditarod geht über 1049 Meilen. Man hat also überall die "Dog-Trucks" gesehen, Trucks, die 16 Hunde oder so transportieren können. Am Abend haben wir uns HOBO Jim angeschaut, ein Country Sänger, der Lieder speziell über Alaska schreibt und singt. War ganz cool. Als wir dann noch die Hauptstraße von Anchorage entlang gelaufen sind, konnten wir sehen, wie der Schnee für heute hin transportiert wurde. 

In der Nacht von gestern auf heute hat es ununterbrochen geregnet und gestürmt. Dementsprehend sah der Schnee dann auch aus. Wir haben dann alles zusammengepackt und sind zur Hauptstrasse. Dort war heute eine Zeremonie, wo alle Musher, die beim Iditarod teilnehmen einmal die Strasse entlangfahren (deshlab wurde der Schnee hingebracht). Sah schon cool aus, wie der Schlitten von 10 Hunden gezogen wurde als wäre es nichts (Bilder folgen noch).

Als wir wieder zurück zu den Hunden sind, haben wir noch ein paar Fahrteng emaht, haben aber witterungsbedingt um 1 statt erst um 5 zusammengepackt und sind wieder zurück nach Willow gefahren. Ich war ganz froh, da alles nass und rutschig war und der Wind es nicht gerade angenehmer gemacht hat draussen rum z stehen. Es waren eh kaum Leute da.

Alles in allem war es also eine recht anstregende Woche, die auch ganz schön an meinen Nerven gezerrt hat... Ich war nicht nur einmal drauf und dran zu sagen ich will wieder heim... Jetzt freue ich mich erst mal darauf ne Nacht durchschlafen zu können :D

Morgen fahren wir dann nach Fairbanks, dort ist am Montag der Start des Iditarod, den wir uns anschauen wollen. Ich freue mich schon drauf, das wird sicher super!

Mittlerweile glaube ich, dass es mir am Ende am schwersten fallen wird, von den Hunden wegzugehen. Die meisten sind total zutraulich und "Ocean", mein kleiner Liebling freut sich immer wenn ich komme und schmust mit mir :D Sie ist eifach so ein Hund den man nur gern haben kann, mit ihrem blauen und halbblau-halbbraunen Augen und weil sie irgendwie tapsig wirkt :D

Ich versuche künftig mehr mit Bilder zu arbeiten, aber ich bin ja nicht so der Fotograf... sonst gibts halt mal ne Diashow wenn ich wieder zurück bin :D

Ich musste heute feststellen, dass sie Familie in der ich da gleandet bin teilweise ganz schön verkorkst ist. Obwohl Robert und Sandra verheiratet sind reden sie kein Wort miteinander und er sagt ganz offen dass es ihm am liebsten wäre wenn sie ihre Koffer packen und gehen würde. Sorgt manchmal für ne unangenehme Atmosphäre und ich bin froh wenn ich rauskomm...

So das wars erst mal... Ich schätze ich melde mich erst wieder wenn ich aus Fairbanks zurück bin.

Ich geh jetzt bald mal ins Bett.

Bis bald

Jenny

4 Kommentare 8.3.15 07:22, kommentieren

Tag 5 & 6, 25. und 26.2

Gestern hab ich die erste Touritentour erlebt. Wir haben Schlittenfahrten für eine Gruppe Chinesen gemacht, wie sie mir aus Titisee ja nicht ganz unbekannt sind :D

War schön zu sehen wie sehr sich die Leute gefreut haben.

Danach sind wir zu der Organisatorin des ganzen gefahren. Sie ist verheiratet, mit einem der bedeutensten Künstler Alaskas. Wir haben seine Bilder angeschaut und wow. Der hats echt drauf. Am Ende hat er uns sogar ein signiertes mitgegeben (da sollte ich mich wohl geehrt fühlen).

Heute war ein eher ruhiger Tag. Wir waren in Anchorage, da wir da ab morgen wieder hinmüssen. Wir werden mindestens bis Sonntag, vllt länger mit den Hunden hinfahren und dort wieder Schlittenfahrten geben. Wir waren gefühlt Stunden damit beschäftig das ganze Zeug zu richten, Aufsteller und so weiter. 

Ich bin sehr gespannt wie die nächsten Tage dann ablaufen, zumal wir wohl nur im Wohnwagen übernachten werden, und eventuell sogar bis Freitag dort bleiben.

Kann also sein, dss es solange nix mehr von mir zu hören gibt, danach aber dann umso mehr

Bis denne

Jenny

P.S.: Meine Haare haben mittlerweile ein komiscches dunkelblond angenommen

1 Kommentar 27.2.15 07:29, kommentieren