Jenny in Alaska

Tag 7-15, 27.2-7.3

Wie ich ja schon anekündigt hatte war ich die Woche über in Anchorage, wo ich anfangs kein, und gegen Ende selten Internet hatte. Vielleicht gibts ja dann heute ein bisschen mehr :D

Wir sind also am Freitag mit 19 Hunden plus dem Welpen und dem Wohnwagen losgefahren nach Anchorage. Dort wurde extra Schnee hingebracht, da dort das "fur Rondy" war, eine Veranstlatung die jährlich stattfindet und verschiedene Events bietet. Unser Event war also das Hundeschlittenfahren.

Am Freitag mussten wir dann erst mal alles aufbauen, da auch Souvenirs verkauft werden sollte und das unter einem Pavillon, wir waren also eine Weile beschäftigt. Viel los war am Ende, als wir mit dem Schlitten agefangen haben allerdings nicht. Die letzten JAhre war die Schlange anscheinend immer über eine stunde lang, aber wegen dem Wetter, und weil es deshalb wo anders in Anchorage (vom Zentrum ans Ende quasi) hinverlegt wurde, war fast nix los.

Das hat sich über die Woche auch fast nicht geändert. Meine Aufgabe war es, die "Lead-Dogs" zu halten. Das sind die die den Schlitten vorne ziehen. Sie kennen die Kommentare fürs laufen, links rechts und so, und sind dafür zuständig, dass die Hunde auch in einer Linie stehen bleiben.

Das war nicht so ganz das was ich mir vorgestellt hatte,als ich hier her kam.

Wir mussten jede Nacht aufstehen, um die Hunde raus zu lassen. Da sie ja nur in Boxen sind brauchen sie das um zu pinkeln und sich mal auszustrecken.

Da ich im Wohnwagen geschlafen habe, und anfangs 15 der 20 Hunde mit mir im Wohnwagen waren(natürlich in den Boxen), kam ich eh nicht zu viel Schlaf, weil jedes mal wenn sie sich bewegt haben der ganze Wohnwagen gewackelt hat, und gebellt haben sie nachts teilweise auch.

Am Mittwoch war dann der "Ikitarod". Das ist eine ehrenamtliche(?) Veranstlatung von denen hier, wo behinderte Kinder eine Runde auf dem schlitten umsonst bekommen und ein kleines Geschenk. Es war schö zu sehen wie sehr sie sich gefreut haben.

Am Freitag kamen dann die ersten Musher für den Iditarod. Das ist neben dem Yukon-Quest das größte Hundeschlittenrennen Alaskas (dann vermutlich auch der Welt(?)). Der Iditarod geht über 1049 Meilen. Man hat also überall die "Dog-Trucks" gesehen, Trucks, die 16 Hunde oder so transportieren können. Am Abend haben wir uns HOBO Jim angeschaut, ein Country Sänger, der Lieder speziell über Alaska schreibt und singt. War ganz cool. Als wir dann noch die Hauptstraße von Anchorage entlang gelaufen sind, konnten wir sehen, wie der Schnee für heute hin transportiert wurde. 

In der Nacht von gestern auf heute hat es ununterbrochen geregnet und gestürmt. Dementsprehend sah der Schnee dann auch aus. Wir haben dann alles zusammengepackt und sind zur Hauptstrasse. Dort war heute eine Zeremonie, wo alle Musher, die beim Iditarod teilnehmen einmal die Strasse entlangfahren (deshlab wurde der Schnee hingebracht). Sah schon cool aus, wie der Schlitten von 10 Hunden gezogen wurde als wäre es nichts (Bilder folgen noch).

Als wir wieder zurück zu den Hunden sind, haben wir noch ein paar Fahrteng emaht, haben aber witterungsbedingt um 1 statt erst um 5 zusammengepackt und sind wieder zurück nach Willow gefahren. Ich war ganz froh, da alles nass und rutschig war und der Wind es nicht gerade angenehmer gemacht hat draussen rum z stehen. Es waren eh kaum Leute da.

Alles in allem war es also eine recht anstregende Woche, die auch ganz schön an meinen Nerven gezerrt hat... Ich war nicht nur einmal drauf und dran zu sagen ich will wieder heim... Jetzt freue ich mich erst mal darauf ne Nacht durchschlafen zu können :D

Morgen fahren wir dann nach Fairbanks, dort ist am Montag der Start des Iditarod, den wir uns anschauen wollen. Ich freue mich schon drauf, das wird sicher super!

Mittlerweile glaube ich, dass es mir am Ende am schwersten fallen wird, von den Hunden wegzugehen. Die meisten sind total zutraulich und "Ocean", mein kleiner Liebling freut sich immer wenn ich komme und schmust mit mir :D Sie ist eifach so ein Hund den man nur gern haben kann, mit ihrem blauen und halbblau-halbbraunen Augen und weil sie irgendwie tapsig wirkt :D

Ich versuche künftig mehr mit Bilder zu arbeiten, aber ich bin ja nicht so der Fotograf... sonst gibts halt mal ne Diashow wenn ich wieder zurück bin :D

Ich musste heute feststellen, dass sie Familie in der ich da gleandet bin teilweise ganz schön verkorkst ist. Obwohl Robert und Sandra verheiratet sind reden sie kein Wort miteinander und er sagt ganz offen dass es ihm am liebsten wäre wenn sie ihre Koffer packen und gehen würde. Sorgt manchmal für ne unangenehme Atmosphäre und ich bin froh wenn ich rauskomm...

So das wars erst mal... Ich schätze ich melde mich erst wieder wenn ich aus Fairbanks zurück bin.

Ich geh jetzt bald mal ins Bett.

Bis bald

Jenny

8.3.15 07:22

Letzte Einträge: Tag 5 & 6, 25. und 26.2, Tag 23 - 26, 15. bis 18.3, Tag 27 & 28, 19. und 20.3, Tag 29 - 31, 21. bis 23.3, Tag 32 & 33, 24. und 25.3, Tag 34 - 36, 26. bis 28.3

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jenny (8.3.15 07:25)
Bilder gibt es ja mittlerweile schon reichlich auf Facebook, weil Christina ziemlich alles fotografiert und hochlädt :D


garmisch-scout / Website (8.3.15 08:47)
Trotz der widrigen windigen Umstände: An die Leut muß man sich gewöhnen & 1 sourdough hat`s zuerst nicht ganz leicht - da werden aber die vielen Eindrücke & Erlebnisse mit doggies & nature sicher aufhelfen. Gönn Dir & all the best, yours Greg vom Fuße der Zugspitze!


Claudi (8.3.15 14:25)
Wow Jenny, was du dort erlebst
Ich hoffe du bekommst nächste Woche genug schlaf und darfst auch mal drin sitzen und tratschen statt in der Kälte stehen zu müssen.
Mach richtig Spaß deinen Blog zu lesen, weiter so

Viele liebe Grüße
Claudi


Mama (8.3.15 16:25)
Es warten hier zwei Wauzis auf Dich um geknuddelt zu werden 😃

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen